Dienstag, 7. Februar 2012

Women&Work - Rückblick und Ausblick

Auch in diesem Jahr ist es wieder so weit - Die erste deutsche Karrieremesse für Frauen - die Women&Work geht in die zweite Runde. Ich hatte schon im letzten Jahr das Vergnügen mit meinem ehemaligen Arbeitgeber auf dieser Veranstaltung zu sein. Für alle, die die Women&Work noch nicht kennen, empfehle ich einen kurzen Blick hier. Es war sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich sich Unternehmen auf der Women&Work zum Thema Gender Diversity aufgestellt haben. Im Folgenden möchte ich mit Ihnen über die Dimensionen von Differenzierungsmerkmale diskutieren, wie sich Unternehmen auf dieser Karrieremesse unterschieden haben.

Mir sind in erster Linie drei verschiedene Dimensionen aufgefallen:

Personelle Ausrichtung auf Gender Diversity:
Hier haben die meisten Unternehmen eine gute "Basisarbeit" geleistet. An jedem Stand waren die Mitarbeiter gut geschult zu Fragen rund um das Thema Gender Diversity. Obligatorisch war auch an jedem Stand ein "Rollenvorbild", also eine Frau, welche in dem Unternehmen Karriere gemacht hat.
Beeindruckend waren für mich jedoch in erster Linie die Unternehmen, welche es geschafft haben deren Top-Management für diese Veranstaltung zu begeistern.

Kommunikative Ausrichtung auf Gender Diversity:
Einige Unternehmen haben sich richtig gut mit einer eigenen Kommunikationsstrategie auf dieses Thema eingestellt.
Ein Vorreiter dabei war im letzten Jahr die Allianz. Die Mitarbeiter der Allianz haben im letzen Jahr sowohl im Vorfeld, als auch während der Veranstaltung durch mehrere Redner in den Diskussionsforen und einen imposanten Messestand einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.
Dies scheint sich für die Allianz gelohnt zu haben, denn auch in diesem Jahr schlagen sie wieder die Werbetrommel:

Die meisten Unternehmen haben jedoch einen 08/15-Auftritt gehabt, welcher nicht speziell auf die Zielgruppe der Women&Work ausgerichtet war.

Inhaltliche Ausrichtung auf der Gender Diversity:
hier ist aus meiner Wahrnehmung noch der größte Optimierungsbedarf. Die meisten Unternehmen haten 2011 noch keine expliziten Programme oder sonstigen Förderungen für Frauen. Nur sehr wenige Unternehmen hatten beispielsweise ein konkretes Angebot für Wiedereinsteigerinnen nach der Elternzeit.

Resümee:
2011 war die "Geburt" der Women&Work und viele Unternehmen wussten noch nicht, was sie dort erwarten würde. Deswegen hatten sich möglicherweise noch nicht viele Unternehmen kommunikativ und inhaltlich auf ihre Zielgruppe und damit auf das Thema Gender Diversity eingestellt.

Für alle, die jetzt Lust bekommen haben sich näher mit dem Thema zu beschäftigen, denen sei dieses Video ans Herz gelegt:




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